Der neueste Bericht der Europäischen Kommission über Verkehrstote im Jahr 2024 zeigt einen moderaten Rückgang von 3 % bei der Zahl der Todesopfer, was etwa 19.800 Todesfällen entspricht. Das bedeutet 600 weniger Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl dieser Rückgang ein Schritt in die richtige Richtung ist, warnen Experten, dass der Fortschritt unzureichend ist und die Europäische Union (EU) noch weit davon entfernt ist, ihr Ziel zu erreichen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 zu halbieren.
Langsamer Fortschritt in Richtung „Vision Zero-Ziel“
Apostolos Tzitzikostas, Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, erkannte den Rückgang von 3 % an, betonte jedoch: „Es sterben immer noch zu viele Menschen auf unseren Straßen jedes Jahr. Wir müssen unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beschleunigen, insbesondere für gefährdete Verkehrsteilnehmer und in Hochrisikobereichen wie Landstraßen. Jeder Todesfall ist einer zu viel, und wir bleiben unserem Ziel Vision Zero verpflichtet.“ Er forderte eine Intensivierung der Maßnahmen, vor allem zum Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger. Außerdem bekräftigte er das Engagement der EU für das Ziel „Vision Zero“, das bis 2050 alle Verkehrstoten eliminieren will.
Trotz des positiven Trends zeigt der Bericht ein langsames Tempo der Verbesserung. Laut vorläufigen Daten sind die meisten EU-Mitgliedstaaten nicht auf Kurs, das Ziel einer Reduzierung der Verkehrstoten um 50 % bis 2030 zu erreichen. Die Situation variiert stark zwischen den Ländern. Einige haben erhebliche Fortschritte gemacht, während andere stagnieren oder sogar einen Anstieg der Todesfälle verzeichnen.
Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten
Der Rückgang von 3 % ist ein EU-Durchschnitt, der jedoch große Unterschiede zwischen den Ländern verschleiert. Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien verzeichneten in den letzten fünf Jahren nur minimale Rückgänge. Irland und Estland registrierten sogar einen leichten Anstieg. Im Gegensatz dazu machen Länder wie Bulgarien, Dänemark, Litauen, Polen und Slowenien bedeutende Fortschritte in Richtung des Ziels 2030.
Rumänien zeigt ein gemischtes Bild. Obwohl es seit 2019 die Zahl der Verkehrstoten um 21 % reduziert hat, weist es mit 77 Todesfällen pro Million Einwohner im Jahr 2024 immer noch die höchste Sterblichkeitsrate in der EU auf.
Schweden bleibt hingegen das sicherste Land mit nur 20 Todesfällen pro Million Einwohner. Der EU-Durchschnitt liegt bei 44 Todesfällen pro Million Einwohner.
Wer ist am stärksten betroffen?
Die demografische Analyse der Verkehrstoten zeigt folgende Trends:
77 % der Verkehrstoten sind Männer.
Menschen über 65 Jahre machten 31 % der Todesopfer aus — ein deutlicher Anstieg gegenüber 28 % im Jahr 2019.
Junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren, die nur 7 % der Bevölkerung ausmachen, waren an 12 % der Todesfälle beteiligt.
Gefährdete Verkehrsteilnehmer — Fußgänger, Radfahrer und Fahrer motorisierter Zweiräder — sind am stärksten gefährdet. In städtischen Gebieten gehören fast 70 % der Todesopfer zu diesen Gruppen. Insgesamt verteilen sich die Verkehrstoten wie folgt:
Autoinsassen: 44 %
Nutzer motorisierter Zweiräder: 20 %
Fußgänger: 18 %
Radfahrer: 10 %
Landstraßen bleiben die gefährlichsten, sie machen 52 % der Verkehrstoten aus, gefolgt von städtischen Gebieten und zuletzt Autobahnen. Diese Zahlen unterstreichen den dringenden Bedarf an gezielten Sicherheitsmaßnahmen in diesen Bereichen.
Ausblick: Strategien und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit
Das Ziel der EU, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 zu halbieren, ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dieses Ziel wurde im Strategischen Aktionsplan für Verkehrssicherheit 2018 festgelegt, der auch das Ziel „Vision Zero“ bis 2050 einführte.
Zur Erreichung dieser Ziele hat die Europäische Kommission mehrere Vorschläge vorgelegt, darunter:
Aktualisierung der Führerscheinanforderungen
Verstärkte Durchsetzung von Verkehrsregeln
Überarbeitung der Fahrzeugsicherheitsvorschriften, um unsichere Autos von den Straßen zu entfernen
Darüber hinaus sollen andere wichtige Strategien wie die Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität und der Rahmen für urbane Mobilität dazu beitragen, Todesfälle und schwere Verletzungen im Straßenverkehr deutlich zu reduzieren.
Das Europäische Observatorium für Verkehrssicherheit hat zudem einen detaillierten Jahresbericht mit Analysen zu Sicherheitstrends veröffentlicht.
Ciclolux Urban
Ciclolux Urban positioniert sich als ein Produkt, das die Verkehrssicherheit für Radfahrer verbessern kann. Dieses Rücklicht für Fahrräder enthält ein Positionslicht, ein automatisches Bremslicht, Blinker, Laserlinienprojektion und eine Klingel. Dadurch sind Radfahrer besser sichtbar, und andere Verkehrsteilnehmer können ihre Fahrmanöver besser einschätzen. Produkte wie Ciclolux Urban können dazu beitragen, fahrradbezogene Unfälle und Todesfälle im Straßenverkehr zu reduzieren.
Fazit des Berichts
Auch wenn der Rückgang der Verkehrstoten um 3 % im Jahr 2024 positiv ist, zeigen die Daten, dass noch viel zu tun bleibt. Der Bericht betont die Dringlichkeit, stärkere Maßnahmen umzusetzen — insbesondere für gefährdete Verkehrsteilnehmer und in Hochrisikobereichen.
Wenn die EU ihre Bemühungen beschleunigt und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern stärkt, kann sie bedeutende Fortschritte in Richtung ihres Vision-Zero-Ziels machen und sicherere Straßen für alle schaffen.






